Die BIOFACH 2026 in Nürnberg hat gezeigt, wie sehr sich die Biobranche gerade verändert – und wie viel Energie, Leidenschaft, aber auch Druck in diesem Wandel steckt. Wir waren mit dem PLAN vor Ort und haben die Messe als Ort intensiver Gespräche, kontroverser Debatten und konkreter Lösungsansätze erlebt.
Zwischen „altem Bio“ und neuen Narrativen
Auf den Ständen und in den Gängen wurde deutlich: Das klassische Nachhaltigkeits-Narrativ hat an Sichtbarkeit verloren, gleichzeitig melden einzelne Bio-Unternehmen Rekordumsätze. Die Branche wirkt gespalten zwischen jenen, die das „alte Bio“ mit seinem starken Wertefokus bewahren wollen, und jenen, die sich stärker für Innovation, neue Zielgruppen und neue Kommunikationsformen öffnen. Gesundheit, Lifestyle und Innovation dominierten viele Präsentationen – von funktionalen Lebensmitteln über Matcha- und Protein-Konzepte bis hin zu jungen NextGen-Start-ups. Zugleich planen die Veranstalter ab 2027 eine Öffnung für ergänzende Themen wie Fairtrade und „zukunftsfähige Ernährungskonzepte“, was Chancen bietet, aber auch die Frage nach klaren Kriterien und der Identität der Messe aufwirft.
Handel, Eigenmarken und die Rolle der Konsument:innen
Auffällig war die Präsenz großer Handelsunternehmen, die mit eigenen Ständen zeigten, wie stark Eigenmarken und Handel inzwischen das Bild der Biowelt prägen. In vielen Gesprächen wurde deutlich, dass sich entlang der Stände zwei kommunikative Lager herausbilden: Marken, die konsequent „Bio aus Überzeugung“ ins Zentrum stellen, und solche, die stärker aus der Konsument:innenperspektive argumentieren und den konkreten Nutzen – etwa Funktionalität, Gesundheit oder Convenience – betonen. Diese Entwicklung unterstreicht, wie wichtig es für Marken und Handel ist, Bio glaubwürdig zu verankern – sowohl in der Produktstrategie als auch in der Kommunikation am Regal und in den Medien.
Wirkung statt Wohlfühl-Nachhaltigkeit
In Panels und Diskussionen rund um Wirkungsmessung war spürbar, dass Nachhaltigkeit in vielen Unternehmen zunehmend als Reporting- und Datenaufgabe wahrgenommen wird – mit der Gefahr von „Excel-Overload“ und Ermüdung. Gleichzeitig wurde klar, dass genau hier eine zentrale Zukunftsaufgabe liegt: weg von planloser Datensammlung, hin zu strategischer Datennutzung, die Wirkung verständlich macht, vergleicht und steuerbar macht. Fragen wie „Reicht gute Intention?“ oder „Wann wird Impact wirklich wirksam – und wie erzählen wir das?“ standen im Mittelpunkt mehrerer Sessions. Für uns beim PLAN bestätigt sich damit ein Arbeitsfeld, das über die Biobranche hinausreicht: Daten, Media und Marke so zu verbinden, dass Nachhaltigkeit nicht nur dokumentiert, sondern als echter Erfolgsfaktor erlebbar wird.
Was wir mitnehmen
Wir sehen die Tage auf der BIOFACH 2026 als mehr als nur einen Messebesuch: Die Reise nach Nürnberg hat gezeigt, wie eng Marktentwicklung, politische Rahmenbedingungen, Handel und Kommunikation miteinander verknüpft sind. Wir nehmen drei Kernimpulse mit:
Mit diesen Eindrücken arbeiten wir weiter daran, Kommunikation und Media so zu gestalten, dass sie den Anspruch der Biobranche sichtbar macht – und dazu beiträgt, dass nachhaltige Produkte und Geschäftsmodelle langfristig erfolgreich sein können.
Foto: © NuernbergMesse/Frank Boxler
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